|
Helau, Lei Lei und Alaaf Carneval in Venedig, Fasching in Tirol
So unterschiedlich man dieses närrische Treiben und üppige Schlemmen auch bezeichnen kann, so haben alle den Sinn gemeinsam, nämlich den letzten Tag vor der Fastenzeit (Beginn mit Aschermittwoch) zu feiern. Carneval stammt vom italienischen „Fleischentzug“, Fastnacht von „Fasten“ und Fasching die österreichisch - bayrische Variante. Experten die sich mit diesem Thema befassen fanden Aufzeichnungen aus dem 13. Jahrhundert, dass die letzte Nacht vor der langen Fastenzeit noch einmal genutzt wurde um üppig und ausgiebig zu essen. Dann genügte den Menschen dieser 1 Tag nicht mehr und man dehnte die Feierei auf eine ganze Woche aus. Dies wurde vor allem ab dem 16. Jahrhundert praktiziert.
Krapfen und der Fuchs
Der Brauch im Fasching „Krapfen“ zu backen entstand, um den Fuchs vom Hühnerstall fernzuhalten. Wenn man dem Fuchs nichts „Gebackenes“ abgab so fürchtete man das ganze Jahr über, dass er dem Hühnerstall einen Besuch abstattete. Damit sind wir dort angelangt, wo jeder den Fasching verbindet, mit dem Fett- und Schmalzgebäck.
Am einfachsten geht die Zubereitung in der Fritteuse, am Besten mit Butterschmalz oder Kokosfett. Wer kein solches Gerät zu Hause hat kann auch einen hohen Topf verwenden. Das Fett sollte auf ca. 180 Grad erhitzt werden. Die richtige Temperatur ist erreicht, wenn man einen Holzkochlöffelstiel in das Fett hält und sich rund um den Stiel Bläschen bilden. Krapfen und Frittiergut immer portionsweise in das Fett geben, sodass es in einer Schicht darin schwimmt. Nach der Hälfte der Garzeit wenden damit es von allen Seiten schön braun wird. Dazu eignet sich am Besten eine Kelle und ein Löffel als Hilfe. Nach jedem Frittier - vorgang Teigreste mit der Schaumkelle aus dem Fett entfernen da diese sonst verbrennen und das Fett bitter machen.
Rezept für Krapfen: 50g Butter 1 Würfel Hefe 250ml Milch 500g Mehl 2 Eier 2 Eigelb 40g Zucker 1 Prise Salz 250g Marmelade Puderzucker Fett zum Frittieren
Zubereitung:
100ml der Milch lauwarm erhitzen, die Hefe hineinbröckeln und verrühren. Mit 150g Mehl zu einem Teig verarbeiten, mit etwas Mehl bestäuben und an einem warmen Ort ca. 25 Minuten ruhen lassen. Die Eier, Eigelbe und den Zucker verrühren und mit dem Teig, restlicher Milch, restlichem Mehl, weicher Butter und der Prise Salz zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt nochmals 25 Minuten ruhen lassen. Den Teig in Stücke von ca. 30g teilen, Kugeln formen, diese etwas flach drücken und wieder zugedeckt ca. 45 Minuten ruhen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat. Das Frittierfett erhitzen und die Krapfen portionsweise auf beiden Seiten goldgelb ausbacken. Mit einem Spritzbeutel seitlich die Marmelade hineinspritzen und mit Puderzucker bestreuen.
Rezept für glutenfreie Krapfen:
200g helles glutenfreies Mehl 50g Teffmehl 60g Zucker 1 Prise Salz ½ Würfel frische Hefe 1 Päckchen Vanillezucker 40g Butter 150ml Milch 1 mittelgroßes Ei
Zubereitung:
Mehle, Zucker, Salz Vanillezucker und die Frischhefe vermengen, die Butter zerlassen und mit der Milch aufgießen. Die lauwarme Flüssigkeit mit dem Rührgerät zum Mehlgemisch kneten und das Ei zuletzt einarbeiten. Die Rührschüssel abdecken und an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen. Den Hefeteig ca 1 cm dick ausrollen und mit einem Glas Kreise ausstechen, die Teigkreise auf ein bemehltes Brett legen und 1 Stunde abgedeckt ruhen lassen. Die Krapfen im heißen Frittierfett auf beiden Seiten braun backen, mit der Schaumkelle herausgeben und auf einer Küchenrolle abtropfen lassen. Mit einem Spritzsack auf der Seite mit Marmelade füllen und mit Puderzucker bestreuen.
Ich wünsche gutes Gelingen und einen fröhlichen Fasching
|